Eine Geschichte der Wikinger auf den Britischen Inseln
273 Jahre lang überfielen und plünderten Dänen und Nordmänner, die später als Wikinger bekannt wurden, die Britischen Inseln und hinterliessen ihre Spuren in der englischen, schottischen, walisischen und irischen Kultur und Geschichte.
Die Wikingerkultur hat über die Jahrhunderte hinweg viele fasziniert, ihre Krieger wurden in Büchern, Comics, Serien und Filmen populär gemacht. Doch für die Menschen, die zu ihrer Zeit auf den Britischen Inseln lebten, waren die Wikinger eine Bedrohung für ihren Lebensunterhalt und eine Gefahr für ihr Leben. Bei den Dorf- und Stadtbewohnern hatten die Wikinger einen schrecklichen Ruf als blutrünstige, gnadenlose Mörder, die Gewalt und Kampf verherrlichten. Hier erfahren Sie, wie die furchterregende Wikingerzeit auf den britischen Inseln verlief.
Man nimmt an, dass die Angriffe der Wikinger in Britannien im Jahr 793 mit der Plünderung des Klosters St. Cuthbert auf der Insel Lindisfarne vor der Küste Northumberlands in Nordengland begannen. Es handelte sich um einen unprovozierten Überfall, bei dem friedliche, unbewaffnete Mönche brutal getötet oder versklavt und die in ihrem Besitz befindlichen Schätze gestohlen wurden.
Die Nachricht dieser abscheulichen Tat verbreitete sich und wurde nicht nur als Angriff auf die Menschen auf den Britischen Inseln, sondern auch auf ihren Glauben und ihre Werte angesehen. Als in der darauffolgenden Zeit mehrere weitere Klöster überfallen wurden, erhielten die Nordmänner den Ruf wilder Heiden und Gottloser. Es dauerte nicht lange, bis auch Siedlungen und kleine Städte entlang der Küste ins Visier genommen wurden.
Die ersten Überfälle waren klein, aber gut geplant, und egal, wie oft die Nordmänner bekämpft wurden, sie kehrten immer mit dem Schiff zurück. Um 850 überwinterten Männer aus dem Norden auf britischem Boden und begannen mit dem Aufbau von Siedlungen. Sie erlangten bald die Kontrolle über die Shetland- und Orkney-Inseln, die Hebriden und einen Grossteil des schottischen Festlands. Sie waren es, die die ersten Handelsstädte Irlands gründeten: Dublin, Waterford und Wexford und nutzten sie als Basis, um auch weiter landeinwärts Angriffe zu starten.
Das grosse heidnische Heer
Im Jahr 865 traf ein Heer unter Führung des Wikingers Guthrum sowie Ivars des Knochenlosen und seiner Brüder Halvdan und Ubba in Ostanglien ein. Sie drangen nach Northumbria vor, wo sie York eroberten und in Jórvík eine Wikingersiedlung gründeten. Von dort aus überfielen sie die benachbarten Königreiche, die dem Wikingerheer nicht standhalten konnten, und 867 wurde Northumbria zum nördlichen Königreich des Danelags.
Ihr Plan war es, in Wessex einzufallen, doch König Alfred von Wessex und seine Männer konnten die Wikinger zurückschlagen und sie nach Norden zurückdrängen. Im Jahr 886 unterzeichneten Guthrum und Alfred einen Vertrag, in dem sie die Grenzen ihrer Territorien festlegten und einen friedlichen Handel vereinbarten. Aufgrund dieses Vertrags lebten Wikinger und Engländer viele Jahre lang vergleichsweise friedlich miteinander, wodurch in vielen Teilen der Britischen Inseln anglo-nordische Dialekte entstanden.
Eine zweite Wikingerzeit
Trotz des Waffenstillstands zwischen Engländern und Wikingern war das Verhältnis zwischen beiden keineswegs ungetrübt. Die englischen Streitkräfte kämpften weiterhin um ihr Land, und die Wikinger unternahmen weiterhin gelegentliche Raubzüge. Als sich die Angriffe der Wikinger im Jahr 980 häuften, zahlte die englische Regierung den Wikingern Schutzgeld, um weitere Angriffe zu verhindern.
Doch die Wikinger waren mit der Summe nicht zufrieden, und so gingen die Raubzüge weiter. Dies veranlasste viele Engländer dazu, ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Wikinger zu fordern. Im Jahr 1002 verkündete König Æthelred von Wessex, dass alle in England lebenden Dänen hingerichtet werden sollten. Dies wurde später als St.-Brice’s-Day-Massaker bekannt.
Als König Sven Gabelbart von Dänemark davon erfuhr, startete er eine gross angelegte Invasion gegen England und plünderte, bis König Æthelred floh. Dies ermöglichte es Sven, im Jahr 1013 selbst den englischen Thron zu besteigen, was den Beginn einer jahrzehntelangen dänischen Herrschaft in England markierte. Auf Sven Gabelbart folgte sein Sohn, Knut der Grosse. Dann bestieg Harald Hasenfuss stellvertretend für Hardiknut den Thron, bevor Hardiknut später selbst König wurde. Der letzte in der Reihe war Eduard der Bekenner, der bis zu seinem Tod im Jahr 1066 regierte.
Das Ende der Wikingerzeit
Als König Eduard starb, entbrannte ein Streit darüber, wer sein Nachfolger werden sollte. Harald Hardråde, auch bekannt als Harald von Norwegen, führte im selben Jahr eine Invasion in England an und versuchte, den Thron zu erobern. Die Invasion wurde jedoch in der Schlacht von Stamford Bridge zurückgeschlagen, wo Harald Hardråde zusammen mit den meisten seiner Männer getötet wurde. Diese Niederlage gilt als das Ende der Wikingerzeit in Britannien.
Reisen Sie im Kielwasser der Wikinger und geniessen Sie den Komfort einer Suite
Reisen Sie stilvoll in einer Expedition Suite. Kehren Sie nach einem erlebnisreichen Tag in eine Oase auf dem Meer zurück – mit privatem Balkon, separatem Wohnbereich und begehbarem Kleiderschrank. Suiten-Gäste profitieren von bevorzugter Einschiffung, erstklassigem Essen im Gourmet-Restaurant, hochwertigen Getränken, Wäscheservice und vielem mehr – alles standardmässig inbegriffen. Erfahren Sie mehr über das HX Suite-Erlebnis


